Doorzögli

Mein rüüdiger Geheimtipp für Luzern

Für viele gilt Luzern «als schönste Stadt der Welt». Mit der Lage am Vierwaldstättersee, der weltbekannten Kapellbrücke und dem Blick auf die Alpen gibt es schon viele Gründe, dass diese Aussage stimmen kann. Diese Gründe zeigen auch, dass Luzern ein Magnet für die vielen Touristen aus aller Welt ist.

Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es auch in Luzern noch Geheimtipps. Einer davon befindet sich in der Altstadt der Luzerner Leuchtenstadt. Unweit des Schwanenplatzes, wo sich die Touristen sammeln, befindet sich an der Gerbergasse 11 das kleine «Café La Suisse», besser bekannt als «Doorzögli».

 

«Jedes Mal ein Erlebnis, hier treffen sich Leute aller Schichten, und das Cordon bleu ist zu Recht die Spezialität des Hauses. Es ist eine der letzten ursprünglichen, unkomplizierten Beizen der Stadt Luzern», M.E. aus Hochdorf

 

 

Die erste Erwähnung einer Gastwirtschaft an der Gerbergasse 11 stammt aus dem Jahr 1849. Die Beiz trug über die letzten rund 170 Jahre verschiedene Namen, darunter «Café Waldis» oder «Horwer Kursaal», weil die Horwer Kutscher am Schwanenplatz pausierten und dort einkehrten. Rund 40 Sitzplätze an fünf währschaften Holztischen bietet das «Café La Suisse» am Stiefelplatz in der Luzerner Altstadt – liebevoll auch «Doorzögli» genannt. Der Übername «Doorzögli» oder «Doorzog» des «Café La Suisse» stammt wohl daher, dass früher zwei Eingangstüren in Betrieb waren und es hin und wieder kräftig durchs Restaurant blies ... In dieser urchigen Beiz, wo man noch immer drinnen rauchen darf und sich auch mal einen Schnupf gönnt, trifft man Leute aller Schichten an.  

Im Cordon-bleu-Guide erwähnt

«Seit dem ersten Besuch vor vielen Jahren lässt mich das ‹Doorzögli› nicht mehr los. Nebst dem allerbesten Cordon bleu in der Stadt ist es auch die urchige, ‹knellenhafte› Atmosphäre, die mich jedesmal aufs Neue begeistert. Hoch das Rugeli!» G.M. aus Luzern

Die Speisekarte verspricht Legendäres. Neben Käseschnitten, Senneröschti, Racletteteller und vielem mehr wird das wohl beste Cordon bleu der Stadt angeboten. Selbst auf den Oli’s Cordon-Bleu-Guide wird das Cordon bleu als «typisches, extrem feines Cordon bleu, das einen Cordon-bleu-Gral verdient», beschrieben.

Aufgestelltes und unkompliziertes Team Die Geschäftsleitung obliegt Sandra Krummenacher, die ein sehr freundliches Team um sich hat. Im «Doorzögli» fühlt sich jeder Gast willkommen und wird auch gleich mit «du» angesprochen. Dass die Damen vom «Doorzögli» beliebt sind, zeigte sich mit der Wahl zum «Rüüdige Lozärner 2013» der guten Seele des Hauses Margrit Windlin.

Reservation erforderlich
Das «Doorzögli» ist täglich geöffnet, und die Beiz ist immer sehr gut gefüllt. Es braucht Glück, um ohne Reservation noch einen Platz zu ergattern. Reservationen werden nur per Telefon (041 410 33 32) entgegengenommen. Weitere Infos finden Sie unter www.cafe-suisse-luzern.ch.

Text: Patrick Lüthi

Erlebt am: 13.06.2019